Weil ein Körper nicht gleich ein Körper ist.
Der 28. Mai ist der internationale Tag der Frauengesundheit. Bereits seit 1987 soll dieser Tag die physische sowie psychische Gesundheit von Frauen in den Fokus rücken. Frauen werden aber bis heute in der Medizin- und Gesundheitsforschung weniger berücksichtigt als Männer. Aber nicht alle Körper sind gleich und Frauen haben besondere geschlechtsspezifische, gesundheitlichen Bedarfe.
Die Ungleichheiten bei der Betrachtung gesundheitlicher Fragen kann für Frauen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Symptome für bspw. einen Herzinfarkt zeigen sich bei Männern und Frauen sehr unterschiedlich und sorgen dafür, dass Frauen seltener bei einem Herzinfarkt die notwendige Behandlung erhalten, auch weil Medikamente bei Frauen und Männern unterschiedlich wirken können. Gendersensible Medizin ist deswegen kein „woker Trend“, sondern kann ganz konkret Frauen helfen, die richtige und schnellstmögliche Behandlung zu erhalten.
Die Unterschiede werden im Gender Health Gap, also der Gesundheitslücke in Bezug auf Geschlecht deutlich. Deshalb ist es so wichtig, dass zukünftig mehr und nicht weniger in die geschlechtsapezifische Medizin- und Gesundheitsforschung investiert wird.
Auch Krankheiten, die spezifisch Personen mit Gebärmutter betreffen, sind von diesem Gender Health Gap vor allem im Bereich der Forschung betroffen. Krankheiten, wie Endometriose oder PCOS/PMOS, sind derzeit noch stark untererforscht und eine Diagnose mit richtiger Medikation, abseits der Pille, ist quasi undenkbar.
Auch in der Prävention müssen Frauen stärker mit ihren Bedarfen in den Blick genommen werden. Beispiel Sport:
Weibliche Sportlerinnen sind deutlich häufiger von Kreuzbandrissen betroffen und fallen oftmals monatelang aus, was sowohl Karriere als auch physischen Zustand stark beeinflusst.
Es ist Zeit, dass wir Frauen in allen gesundheitlichen Bereichen die Aufmerksamkeit widmen, die notwendig ist.











